Am Freitag, dem 8. Mai 2026, führte die Feuerwehr Wirts eine umfangreiche technische Einsatzübung mit dem Schwerpunkt Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person durch. Übungsannahme war ein Pkw, der in unwegsamem Gelände von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt war.
Nach dem Eintreffen am Übungsort erfolgte umgehend die Lageerkundung durch den Einsatzleiter. Zeitgleich wurde der Brandschutz aufgebaut und die Einsatzstelle abgesichert. Eine Person, welche sich bei Bewusstsein außerhalb des Fahrzeugs befand, wurde sofort medizinisch erstversorgt und für die Übergabe an die Rettung vorbereitet. Die Mannschaft begann anschließend mit der Stabilisierung des Unfallfahrzeuges. Mittels Leitern, Unterbaumaterial und Spanngurten wurde das Fahrzeug gegen Umkippen während der Arbeiten gesichert.
Während der Übung wurde mittels Rauchfackeln auch ein Brand des Fahrzeuges simuliert. Dadurch wurde die Wichtigkeit des Brandschutzes bei vermeintlich „nur“ technischen Einsätzen hervorgehoben.
Im nächsten Schritt wurde der Zugang zur zweiten verunfallten Person geschaffen, diese war laut Übungsannahme bewusstlos und im Fahrzeug eingeklemmt. Unter Einsatz von Glasmanagement-Werkzeugen wurde die Frontscheibe kontrolliert entfernt, um einen Zugang herzustellen. Parallel dazu erfolgte die Betreuung der eingeklemmten Person durch einen sogenannten „Inneren Retter“, welcher im Fahrzeuginneren eingeklemmte Personen betreut, diese mittels Abdeckungen von Splittern und Scherben durch die Arbeiten am Fahrzeug schützt und die Kameraden außen unterstützt, zum Beispiel beim Positionieren der hydraulischen Rettungsgeräte.
Nach der Öffnung der Scheibe wurde die Rettung vorbereitet. Hierbei kamen Korbschleiftrage und Gurtschneider zum Einsatz Ausrüstung zum Einsatz. Die Übungsteilnehmer arbeiteten Hand in Hand, um eine zügige und gleichzeitig sichere Rettung durchzuführen. Nach dem Durchtrennen der Gurte wurde die Person langsam auf die Trage niedergelassen und aus dem Wrack gezogen.
Nach der erfolgten Rettung wurde eine Übungsbesprechung abgehalten, Fehler in den Abläufen besprochen und Unklarheiten diskutiert. Im Anschluss wurden potentielle weitere Vorgehensweisen ausprobiert und auch jungen Kameraden, welche in solchen „einsatznahen“ Szenarien oft nicht die Chance haben an vorderster Front anzupacken, die Chance gegeben die Geräte am Übungsfahrzeug auszuprobieren.
Ein Dank gilt den Übungsausarbeitern und Überwachern.
Im Einsatz standen: FF-Wirts mit 3 Fahrzeugen und 17 Mann.











